Glossar

Wichtige Begriffe zum Nachlesen

Bestattermeister

Die Meisterausbildung ist anspruchsvoll und deckt die Bereiche Bestattung, Kremation und Friedhof umfassend ab. Die Meisterprüfung kann unter Berücksichtigung der erworbenen Vorkenntnisse bei der Prüfung auch von denjenigen absolviert werden, die sich bisher im Fortbildungswege qualifiziert haben (Geprüfte Bestatter, Bestattermeister/Funeralmaster oder Bestattungsfachwirte).

Weitere Informationen: www.bestatter.de

Bestattungsfachkraft

„Seine besondere Prägung erhält der Beruf dadurch, dass er ein hohes Maß an Verantwortung für Menschen – Verstorbene und Hinterbliebene – verlangt.“ – so eine zentrale Aussage in den berufsbezogenen Vorbemerkungen des Lehrplans.

Neben fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem kaufmännisch-verwaltenden sowie handwerklichen Bereich verlangt der Beruf wesentliche Rechtskenntnisse. Insgesamt erscheint der Beruf mit seinen vielfältigen Anforderungen – die von regionalen Bräuchen ebenso wie von religiösen, ethischen und ästhetischen Empfindungen abhängen – als sehr anspruchsvoll und in Teilbereichen belastend. Darauf nimmt die zeitliche Anordnung der Lernfelder Rücksicht.

Weitere Informationen: www.bestatter.de

Bestattungsvorsorgevertrag

In einem Vorsorgevertrag können Sie von der Bestattungsart über den Ort der Beisetzung und das Sarg- oder Urnenmodell bis zum Ablauf der Trauerfeier viele individuelle Details festhalten. Wichtig: Ihre Ange­höri­gen müssen von diesem Vertrag Kenntnis haben! Mit einem Vorsorge­vertrag entlasten Sie Ihre Angehörigen aber nicht nur emotional. Er bietet Ihrer Familie auch finanzielle Absiche­rung, denn Sie können ihn mit einer Einmalzahlung auf ein Treuhand­konto oder einer regel­mäßigen oder einmaligen Zahlung in eine Sterbe­geld­versicherung kombinieren. In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie gerne näher über dieses Thema oder Sie nennen uns einfach Ihre Wünsche in unserem Vorsorgeformular und senden es uns zu.

Bestattungsvorsorgevollmacht

Mit einer Bestattungsvorsorgevollmacht beauftragen Sie das Bestattungshaus, stellvertretend für Sie sämtliche oder einzelne festgelegte Entscheidungen zu treffen und Verträge abzuschließen oder zu kündigen, wenn Sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Die Bestattungsvorsorgevollmacht beschränkt sich auf die Dinge, die sie in dem Bestattungsvorsorgevertrag festgelegt haben.

Erbrecht

Sofern Sie nicht durch ein Testament Ihre Erben bestimmt haben, legt der Gesetzgeber eine Erbenreihenfolge fest: Erben erster Ordnung sind Kinder, Ehepartner und Enkel. In einer Zugewinngemeinschaft erbt der Ehepartner mindestens die Hälfte. Die andere Hälfte wird unter den ehe­lichen, nicht ehelichen und adoptierten Kindern bzw., falls diese nicht mehr leben, unter deren Kindern zu jeweils gleichen Teilen aufge­teilt. Erben zweiter Ordnung sind Eltern, Geschwister und deren Kinder. Sie erben nur dann, wenn es keine direkten Nachkommen des Erblas­sers gibt. Gibt es auch keine Erben zweiter Ordnung, geht das Vermö­gen an die Erben dritter Ordnung - die Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen.

Funeral Service MBA

Internationale Master-Studiengänge in Betriebswirtschaft (MBA) erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie der Tatsache Rechnung tragen, dass die Wirtschaft immer globaler wird und das professionelle Niveau international vergleichbar und verlässlich sein soll. Darauf hat die Europäische Bestatter Vereinigung EFFS reagiert und ein relaunchtes Master-Programm für Bestattungsdienstleistungen aufgesetzt: Den Funeral Service MBA (FuSeMBA).

Der Studiengang in englischer Sprache bietet Bestattern eine exzellente Möglichkeit, ihr Wissen auf dem Gebiet des internationalen Bestattungswesens zu erweitern. Denn auch hier ist Spezialwissen immer gefragter, eine Professionalisierung auf höchstem Niveau immer wettbewerbsentscheidender: Als Bestatter leistet man durch die Teilnahme am Programm zudem einen persönlichen Beitrag, die europäischen Qualitätsstandards anzuheben und dauerhaft zu etablieren.

In zwölf Modulen umfasst der für ganz Europa einheitliche FuSeMBA alle Aspekte des Bestattungswesens: Von der Kalkulation über die neuesten Methoden des Embalming bis hin zu Grabtechnik auf dem in Europa einzigartigen Lehrfriedhof in Münnerstadt werden alle Bereiche abgedeckt. In Kooperation mit der Universität von Barcelona wurde dieser berufsbegleitende Studiengang entwickelt, der über 21 Monate läuft und insgesamt sechs Wochen Studienaufenthalte in Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich beinhaltet.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung treffen Sie Vorsorge für den Fall, dass Sie eines Tages nicht mehr in der Lage sein sollten, Entscheidungen über Ihre medizinische Behandlung zu treffen. Sie dient dazu, Ihrem behan­delnden Arzt Anhaltspunkte dafür zu geben, welche ärztliche Behand­lung Sie unter welchen Bedingungen wünschen oder ablehnen. Eine solche Patientenverfügung kann mit einer notariellen Vorsorge­vollmacht verbunden, aber auch isoliert und privatschriftlich erstellt werden.

Reihengrab

Ein Reihengrab wird der Reihe nach durch die Friedhofsverwaltung vergeben, die Gestaltung kann eingeschränkt sein und ist nach der Ruhezeit nicht verlängerbar. Das Reihengrab bietet Platz für einen Sarg oder Urne.

Testament

In Ihrem Testament bestimmen Sie, was mit Ihrem Vermögen und Besitz im Todesfall geschehen soll. Es gibt zwei Möglichkeiten, ein rechtskräftiges Testament zu verfassen: Zum einen das „eigenhändige Testament“. Es muss vom Testierenden handschriftlich auf Papier niedergeschrieben werden, sollte Ort und Datum enthalten und muss Ihre persönliche Unterschrift mit vollem Vor- und Nachnamen tragen. Die Alternative ist das „notarielle Testament“, das von einem Notar beurkundet wird. Selbstverständlich können Sie Ihr Testament jederzeit widerrufen.

Thanatopraktiker

Die Thanatopraxie umfasst sämtliche Tätigkeiten, die notwendig sind, um sowohl ästhetisch als auch hygienisch eine einwandfreie Aufbahrung eines Verstorbenen vornehmen zu können. Für Auslandsüberführungen ist häufig eine thanatopraktische Behandlung zwingend vorgeschrieben.

Weitere Informationen: www.thanatologen.de

Trauerredner

Trauerredner halten im Rahmen einer nicht-religiösen Trauerfeier, die von einem Bestattungsinstitut organisiert wird, die Trauerrede. Als sogenannte freie Redner gestalten sie den Ablauf. Die Berufsbezeichnung variiert je nach der Region, in der sie tätig sind. Gängig sind z. B. Beerdigungs-, Bestattungs- oder Grabredner, Redner oder Sprecher, auch mit dem Zusatz frei oder weltlich.

Wahlgrab

Ein Wahlgrab (Familiengrab) kann frei ausgesucht, gestaltet und nach der Ruhezeit verlängert werden. Es bietet Platz für mehrere Särge und/oder Urnen.
Bestattungshaus Pingel · Waldstraße 80 · 49808 Lingen (Ems) · Tel. 0591 6877