Michael Sänger liest - Kindheit in der Ostzone und Jugend im Westen

Ort: Café Alte Schreinerei

Kindheit in der Ostzone und Jugend im Westen

Michael Sänger, der in den letzten beiden Jahre Lesungen über den „heiteren Tod“ und „Ärztegestalten bei Theodor Fontane und Thomas Mann“ gehalten hat, wird in diesem Jahr aus seiner 1995 verfassten Autobiografie „Alles hat seine Zeit“ vorlesen.

1945 in einer thüringischen Kleinstadt geboren, wuchs er in der bürgerlichen Atmosphäre eines selbstständigen Kolonialwaren- und Lebensmittelgeschäftes auf. Mit dem Beginn der DDR änderte sich das Leben durch die Eingriffe der kommunistischen Regierung: Das elterliche Geschäft wurde enteignet. Die Familie floh 1956 in den „Westen“. Dort erlebte Sänger dann mit 12 Jahren, was es heißt ein evangelisches Flüchtlingskind in einer kleinen katholischen unterfränkischen Stadt zu sein. „Flüchtling“ war damals ein Schimpfwort. Das Erlebnis der Entwurzelung und Fremdheit, hat sein ganzes Leben geprägt. Mit 50 Jahren hat der heute 72jährige Sänger das Erleben in diesen zwei gänzlich unterschiedlichen Welten in seiner Biografie „Alles hat seine Zeit“ aufgeschrieben und sich mit der Auseinandersetzung damit von diesem Bruch in seiner Geschichte befreit.

Michael Sängers bekannte Rezitationskunst wird dieser Lesung eine ganz eigene nicht nur ernste, sondern auch heitere Note geben.

Die Lesung dauert etwa 70 Minuten, der Eintritt ist frei.


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